Kostenvergleich
In diversen Untersuchungen wurde herausgefunden, dass die Besetzung von Positionen der mittleren Einkommensklassen durchschnittlich über zwei Monate dauert und das ausschreibende Unternehmen mehr als 20.000 € kostet.

Bewerbermanagement beschreibt eine Managementmethode, die dazu dient Personalbeschaffungs- prozesse zu effektivieren und die damit zusammenhängenden Kosten wesentlich zu reduzieren. Welche Kosten im Detail entstehen, ist in der folgenden Tabelle zu sehen.
| |
Mittlere Einkommensklasse
(ohne Bewerbermanagement) |
Mittlere Einkommensklasse
(mit Bewerbermanagement) |
Durchschn. Wiederbesetzungsdauer
(in Monaten)
|
2,3
|
1
|
Kosten der unbesetzten Stelle
(in Euro pro Monat)
|
1.600,00
|
1.600,00
|
| (a) Kosten der unbesetzten Stelle * |
3.600,00 |
1.600,00 |
| (a) Anwerbungskosten |
5.500,00 |
1.000,00 |
| (a) Auswahlkosten ** |
2.400,00 |
2.400,00 |
| (a) Einstellungskosten |
1.300,00 |
1.300,00 |
(a) Summe der Prozesskosten
|
12.800,00
|
6.300,00
|
| (b) Aus- und Fortbildungskosten |
1.800,00 |
1.000,00 |
| (b) Einarbeitungskost |
6.000,00 |
3.000,00 |
| (b) Minderleistung bei Einarbeitung |
2.600,00 |
1.600,00 |
| (b) Summe der Folgekosten |
10.400,00 |
5.600,00 |
(a & b) Summe Gesamtkosten |
23.200,00 |
11.900,00 |
* bezogen auf die durchschnittliche Wiederbesetzungsdauer
** 100 Bewerbungen
Strukturierte Bewerbererfassung sowie hohe Geschwindigkeit sind die Schlüsselfaktoren für die Reduktion der Prozesskosten (a). Die Folgekosten (b) hängen von der Qualität der Auswahl ab und sind somit das Resultat von (a).
Viele Unternehmen sind deshalb in den letzten Jahren auf komplexe Softwarelösungen umgestiegen, die die gesamte Bewerbervorauswahl und –administration automatisieren. Als problematisch stellt sich an diesen Lösungen heraus, dass die Ergebnisse der Auswahl zu großen Teilen von der Geistesgegenwärtigkeit des (aufgeregten) Bewerbers abhängen: An die jeweilige Unternehmenshomepage werden elektronische Bewerbungsformulare gehängt. Werden bestimmte vorher festgelegte Schlüsselbegriffe (z.B. spezifische Softwarekenntnisse, Warenwirtschaftssysteme, Führungsstile, etc.) nicht oder nicht richtig angegeben, erhält der Bewerber automatisch eine Absage, ohne dass er jemals direkten Kontakt zum Unternehmen hatte.
Die Unternehmen, die solche Lösungen benutzen, empfanden eben diesen Umstand als große Arbeitserleichterung und Kosten senkenden Faktor, was es ja auch ist. Allerdings nahmen gleichzeitig die Fluktuationskosten zu, weil die automatische Vorauswahl nicht automatisch die besten Bewerber identifiziert. Und das bedeutet sowohl eine hohe Qualifikations- und Potenzialeinbuße als auch einen enormen Kostenanstieg in der Kategorie (b) für das Unternehmen.
Unternehmen wollen die passendsten Bewerber rekrutieren und nicht nur solche, die "Fidelio Sales & Catering" korrekt als Produkt unter "Opera Enterprise Solutions" einordnen können. Wissen Sie, was wir meinen? Nein? Eben. Gerade in Gastgewerbe, Handel und dem gesamten Dienstleistungssektor gibt es sehr viele Quereinsteiger, die sich durch praktische Tätigkeiten qualifiziert haben und durch solch ein enges Raster fallen würden.
|